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Wie sicher sind wir uns noch?

Früher war alles viel einfacher, heißt es manchmal. Auf die Frage "Was willst Du werden?" gab es ausgewählte Optionen:

Den Beruf des Vaters oder der Mutter ergreifen, in die Fußstapfen eines Onkels treten, ein solides Handwerk erlernen oder, wenn denn möglich, ein Studium absolvieren.

Glück und persönliche Motivation spielten, wenn überhaupt, eine untergeordnete Rolle.

  • Heute stehen vor allem jungen Menschen unzählige Berufsbilder zur Verfügung, die Karriere versprechen.
  • Heute sind wir multifunktional, sind durch die digitale Welt zugleich vertraut und verunsichert, sollen unsere Kompetenzen klar transportieren.

Deckt sich dabei die Realität mit den eigenen Wünschen und Interessen? Ist Karriere überhaupt mit unseren persönlichen Wünschen vereinbar? Muss ich denn mit 20 überhaupt wissen, was ich wirklich will?

Leistungsdruck und Selbstverwirklichung

Die Lücke zwischen persönlicher Motivation und dem, was der Arbeitsmarkt nachfragt, zwingt uns zu einem Spagat zwischen Selbstverwirklichung und Erfolgsdruck. Nicht umsonst gibt es Ratgeber zu diesem Thema wie Sand am Meer. Es ist in, sein Leben im Griff zu haben, selbstbewusst und selbstbestimmt aufzutreten, im Job glücklich zu sein. Die Realität zeigt allerdings, dass der Erfolgsdruck und die Erwartung an sich das Selbstvertrauen schwächen können. Erfolgreich sein bedeutet viel Kraft und Energie in seine Tätigkeit zu legen. Es bedeutet Perfektionist zu sein. Und Perfektionisten sind nie mit der eigenen Leistung zufrieden. Sogar wenn der Chef oder die Chefin loben, Erfolge erreicht werden, reicht es nicht aus, um sich seiner Kompetenzen sicher zu sein. Es ist immer der Druck gegenwärtig, mehr Leistung erbringen zu müssen.

Was kann ich wirklich?

Selbstzweifel über die eigenen Kompetenzen und das damit verbundene Bedürfnis sich immer beweisen zu müssen, haben ihren Ursprung in Emotionen, die ganz tief sitzen. Dazu kommt noch, dass negative Erlebnisse sich in uns einprägen und sich immer wieder zeigen, wenn es um ähnliche Situationen geht. Selbstzweifel können uns daran hindern, Gelegenheiten im Beruf zu ergreifen oder die Bewerbung wirksam zu verfassen. Gleichzeitig halte ich Selbstzweifel für wichtig! Sie können als unserer innerer Kontrolleur wirken und wir dürfen uns fragen: Ist es wirklich das, was ich will?

Wie wir mit unseren Selbstzweifeln umgehen, zeigt unsere Reflexionsfähigkeit auf. Der kritische Blick auf eigene Schwächen führt zum Hinterfragen und ermöglicht es, Maßnahmen zu ergreifen. Und genau in diesem Moment wird eine vermeintliche Schwäche zu einer gewinnenden Stärke: Sie erkennen Ihr Potential und treffen zielorientierte Entscheidungen.

Der berühmte Blick von Aussen

Wo uns andere als kompetent sehen, fühlen wir uns trotzdem unsicher. Diese Erfahrung macht fast jeder in seinem Leben aufgrund der Unterschiede der Wahrnehmung von Selbst- und Fremdbild. Holen Sie sich den Blick von Außenstehenden herein, fragen Sie Menschen, denen Sie vertrauen, wie Sie gesehen werden.

Bereiche, in denen wir uns ganz sicher sind, sind in der Regel die Bereiche, die von Zweifeln frei sind. Fragen dazu können also lauten: Wo fühle ich mich in meinen Kompetenzen unsicher und was kann ich dagegen tun? Kann ich mir z.B. durch eine Fortbildung mehr Sicherheit aneignen?

Ausprobieren nach Lust und Laune

Was wir wirklich wollen und was der Arbeitsmarkt bietet ist eine ständige Herausforderung. Beständigkeit und Solidarität sind nach wie vor gefragt. Viel mehr Türen öffnen jedoch Kreativität und Innovationsgeist in dieser schnelllebigen Zeit. Ausprobieren ist gut. Sammeln Sie Erfahrungen in verschiedenen Unternehmen und schärfen Sie Ihr Profil durch mehr Kompetenzen und somit mit mehr Sicherheit.

Ihre Gabriele Strasser
Trainerin für Kommunikation, Verkauf und Rhetorik

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